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3 Azubis mit "sehr gut"

16. September 2013 um 09:44:00

6. September 2013

IHK ehrt die besten Auszubildenden im Kreis Coesfeld

Botschafter der dualen Ausbildung

Kreis Coesfeld / Billerbeck. - Bei aller Freude: In die Glückwünsche an die besten Auszubildenden aus dem Kreis Coesfeld mischte Heinrich-Georg Krumme auch nachdenkliche Worte: „Der anhaltende Ansturm auf die Hochschulen kann den Fachkräftemangel verstärken und zum Problem für die Unternehmen werden.“ Darauf wies der Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen bei der Bestenehrung gestern (5. September) in Billerbeck hin. Gerade die mittelständisch geprägte Wirtschaft im Münsterland brauche auch weiterhin Absolventen aus der betrieblichen Aus- und Weiterbildung. Krumme: „Wir Unternehmen setzen in erster Linie nicht auf Master, sondern auf Meister.“

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IHK-Vizepräsident Heinrich-Georg Krumme (1. Reihe, 4. v.r.) zeichnet die besten IHK-Auszubildenden des Kreises Coesfeld aus

 

Den 41 besten Nachwuchspraktikern aus dem Kreis Coesfeld rollte die IHK Nord Westfalen bei der Bestenehrung im Hotel Weissenburg buchstäblich den roten Teppich aus. Mit der Traumnote „Sehr gut“ hatten sie ihre Abschlussprüfung im vergangenen Winter und Sommer vor der IHK abschlossen. Insgesamt haben 661 Auszubildende (92,1 Prozent) aus dem Kreis die IHK-Prüfung mit Erfolg gemeistert. Der Anteil der Sehr-gut-Absolventen beträgt 6,2 Prozent.

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Michael Schütte-Nütgen

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Sofia Horstmann

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Kevin Kranefeld

„Eine so exzellente Prüfungsleistung gelingt nicht ohne Menschen, die an Sie glauben, die Sie unterstützen und fördern“, dankte Krumme den Familien, Freunden und Partnern der Prüfungsbesten. Ausdrücklich gratulierte er den Ausbildungsbetrieben und den Berufkollegs. „Denn wer die Besten ausbildet, der muss auch zu den Besten gehören“, so Krumme.

Die Lehre in Betrieb und Berufsschule ist und bleibt für Krumme das „Erfolgsmodell für eine zukunftssichere Qualifikation“, um das Deutschland in vielen Ländern beneidet werde. Seiner konsequenten Praxisorientierung sei es zu verdanken, dass in Deutschland die Jugendarbeitslosigkeit mit 7,6 Prozent auf einem sehr niedrigen Niveau gehalten werde. Krumme: „Umso wichtiger ist, dass wir alles daran setzen, dass die betriebliche Ausbildung attraktiv bleibt.“

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Sorgen macht dem IHK-Vizepräsidenten, dass die Zahl der Studienanfänger innerhalb von fünf Jahren um knapp zehn Prozent gestiegen ist. „Während sich Studierende gerade nach dem Doppelabitur 2013 in Hörsälen drängen, bleiben attraktive Lehrstellen unbesetzt“, warnte er vor einem Ungleichgewicht, das sich in den nächsten Jahren mit den sinkenden Schulabgängerzahlen zu Ungunsten der dualen Ausbildung im Betrieb weiter verstärken könne. Laut Fachkräftemonitor NRW fehlten schon heute vor allem Fachkräfte aus der betrieblichen Aus- und Weiterbildung.

Den Spitzen-Azubis riet der IHK-Vizepräsident, sich nicht auf ihren Lorbeeren auszuruhen und „Lernen als Lebensaufgabe“ zu begreifen. Die Halbwertszeit von Wissen werde immer kürzer. „Nutzen Sie darum die Möglichkeiten, die Ihnen Fort- und Weiterbildungen eröffnen“, sagte Krumme. Zudem rief er sie als „Vorbild für andere“ auf, die Tugenden des Ehrbaren Kaufmanns, also Anstand, Verlässlichkeit, Ehrlichkeit und Verantwortung, aktiv zu vertreten. „Die Werte klingen altbacken, aber sie geben das wieder, was sich jeder von seinem Geschäftspartner wünscht: dass er zu seinem Wort steht und dass er sein Handeln langfristig und auf einen fairen Umgang mit Lieferanten, Kunden und Mitarbeitern anlegt.“

Caroline Schumacher, die im Restaurant Freiberger in Coesfeld zur Köchin ausgebildet worden ist, dankte im Namen aller Spitzen-Azubis den Ausbildern, Lehrern, Eltern und Freunden für die Förderung und Unterstützung in der Lehrzeit.

Gemeinsam übergaben IHK-Vizepräsident Krumme und Gastgeber Tinus Niehoff Urkunden an die erfolgreichen Absolventen. Jeder Spitzen-Azubi erhielt zudem einen Glasquader mit einer eingravierten „Eins“. Seit sechs Jahren ehrt die IHK Nord Westfalen die besten Lehrlinge in den Kreisen und kreisfreien Städten.

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