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Generalversammlung

5. Juli 2017 um 08:48:00

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OLFEN. Alfons Oberholz, Geschäftsführer der Raiffeisen Lüdinghausen verabschiedete sich am Dienstag im Rahmen der Generalversammlung von den Mitgliedern. Zum 31. Januar geht er in Pension.

„In 36 Generalversammlungen, und diese wird meine letzte sein, habe ich über die wirtschaftliche Entwicklung unserer Genossenschaft Bericht erstattet“, so der Geschäftsführer in der Olfener Stadthalle.


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Die Genossenschaft habe sich in der Zeit zu einem leistungsstarken Unternehmen in der Region, nicht nur für die Landwirtschaft, mit 100 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von über 70 Millionen Euro entwickelt. Alfons Oberholz zitierte aus seinem Arbeitsvertrag von 1982. Dort stehe, der Geschäftsführer sei verpflichtet, die laufenden Geschäfte der Genossenschaft mit der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters einer Genossenschaft zu führen. Oberholz: „Dies habe ich sehr ernst genommen und mit Freude meinen Beruf ausgeübt.“ In all den Jahren habe er mit Unterstützung von Vorstand, Aufsichtsrat und in den letzten Jahren mit seinem Kollegen Norbert Menge viele Ideen entwickeln können und in die Tat umgesetzt. Der Nachfolger von Alfons Oberholz steht bereits fest, arbeitet seit dem 1. Juni im Unternehmen.


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Es ist er 34-jährige Christian Poppenborg. Er wohnt in Telgte, ist verheiratet und hat drei Kinder. „Ich freue mich auf die neue Herausforderung bei der Raiffeisen“, so der neue Geschäftsführer.

Alfons Oberholz und Norbert Menge stellten den Mitgliedern die Bilanz des letzten Jahres vor. Die Raiffeisen blicke trotz der anhaltenden schwierigen Marktsituation in der Landwirtschaft auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Norbert Menge sprach von einem insgesamt erfreulich verlaufenden Jahr. Zwar sei es um die Landwirtschaft nicht gut bestellt. Dennoch, so Menge, konnte die Raiffeisen ihre Mengenumsätze im Vergleich zum Vorjahr steigern. Menge: Gedämpft worden ist der geschäftliche Erfolg allerdings durch das nochmals niedrigere Preisniveau der Agrar- und Energieprodukte.“


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90 Mitarbeiter

Schwerpunkt der Aktivitäten war erneut das Geschäft mit Futtermittel, Rindern, Schweinen und Geflügel. Zweitstärkster Umsatzträger war auch diesmal der Bereich Energie, einschließlich der vier Tankstellen. Wie Norbert Menge erklärte, melde auch der Einzelhandel gute Erfolge. Menge: „Die Raffeisenmärkte konnten ihre Wettbewerbsposition in der Region konstant halten.“ Aktuell beschäftigt die Raiffeisen 90 Mitarbeiter sowie zehn Auszubildende. Wie Alfons Oberholz erklärte, würden zwei Auszubildende nun ihre Prüfung absolvieren. „Wir stellen wieder zwei neue Auszubildende ein“, so der Geschäftsführer.


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Der erwirtschaftete Jahresüberschuss lag bei 230 000 Euro. Mit einer Warenrückvergütung in Höhe von 0,3 Prozent des Bezugsumsatzes werden die Mitglieder an dem Ergebnis beteiligt. Auf der Tagesordnung, sie wurde vom Aufsichtsratsvorsitzenden Benedikt Selhorst geleitet, standen auch Wahlen zum Aufsichtsrat. Der Vinnumer Werner Diekerhoff und der Selmer Bernhard Kertelge wurden wiedergewählt.

Ludwig Entrup aus Seppenrade schied nach 26 Jahren aus dem Aufsichtsrat aus. Für seine Verdienste überreichte ihm Frank Niemer, Vorstand des RVWL Münster, die Raiffeisennadel in Silber. Neu in den Aufsichtsrat wurde Max Schulte Sienbeck Junior gewählt.  Theo.Wolters@mdhl.de

 

 

„Raiffeisenmarkt in Werne erweitern“

Bauantrag ist bereits gestellt / Standort am Bahnhof soll geschlossen werden

 

OLFEN. Zum 1. Janaur erfolgte der Zusammenschluss der Firma Middelhoff in Werne mit der Raiffeisen Lüdinghausen. Dies teilte Geschäftsführer Norbert Menge (Foto) auf der Generalversammlung in Olfen mit.




Menge: „Der Zusammenschluss ermöglicht es uns, einen neuen Standort zu entwickeln, der den Anforderungen seitens der Landwirtschaft und seitens der Kunden im Einzelhandel gerecht wird.“ Zurzeit werde der ehemalige Standort Middelhoff an der Capeller Straße ausschließlich für den Einzelhandel genutzt. „Den Raiffeisenmarkt an der Capeller Straße werden wir in Kürze erweitern, um die Angebotspalette und die Attraktivität des Marktes weiter auszubauen.“ Für diese Maßnahme sei der Bauantrag gestellt. Wie Menge mitteilte, würden die landwirtschaftlichen Geschäfte am Standort am Bahnhof Werne abgewickelt. Menge: „Die Planungen für den landwirtschaftlichen Bereich an der Capeller Straße laufen ebenfalls und sollen im Jahr 2018 umgesetzt werden.“ Geplant sei der Umschlag und die Lagerung von Getreide, Düngemittel, Pflanzenschutz und Sackwaren. „Erst nach Fertigstellung eines Neubaus wird der Standort am Bahnhof geschlossen und einer anderen Verwendung zugeführt“. Zu diesem Thema würden bereits Gespräche mit Interessenten geführt, ohne jedoch aktuell etwas Konkretes berichten zu können.

Gutachten gefordert

Wie Norbert Menge erklärte, könnte man für den Standort Selm noch keine konkreten Maßnahmen vorstellen, da immer noch Gutachten gefordert würden. Menge: „Parallel laufen natürlich Ausschreibungen und Planungen, wie der Standort für die Zukunft zu gestalten ist.“ Beschlossen sei, dass in Seppenrade die Platzbefestigung und die Einfahrt erneuert und neugestaltet werde.

Die Raiffeisen Lüdinghausen kann nun auch Bio-Betriebe beliefern. Wie Norbert Menge erklärte, sei die Raiffeisen Lüdinghausen seit letzter Woche Bio zertifiziert. Dies sei wichtig, da die Biobetriebe stetig wachsen würden.HTW


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Quelle: Ruhr Nachrichten, Lokalredaktion Selm, Vielen Dank.


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